Fehlercodetabelle
| Fehlercodes | Informationsgeber | Fehlerursache |
|---|---|---|
| 13 | Lambdasonde | kein Spannungswechsel |
| 14 | Temperaturfühler, Kühlmittel | Spannung niedrig |
| 15 | Temperaturfühler, Kühlmittel | Spannung hoch |
| 19 | Kurbelwellenimpulsgeber | falsches Drehzahlsignal |
| 21 | Drosselklappenpotentiometer | Spannung hoch |
| 22 | Drosselklappenpotentiometer | Spannung niedrig |
| 24 | Wegstreckenfrequenzgeber | kein Geschwindigkeitssignal |
| 25 | Einspritzventile | Spannung niedrig |
| 29 | Kraftstoffpumpenrelais | Spannung niedrig |
| 32 | Kraftstoffpumpenrelais | Spannung hoch |
| 33 | Saugrohrabsolutdrucksensor | Spannung hoch |
| 34 | Saugrohrabsolutdrucksensor | Spannung niedrig |
| 35 | Leerlaufschrittmotor | Abweichung von der Solldrehzahl |
| 41 | Zündsignal B Leitung (2/3) | Spannung hoch |
| 42 | Zündsignal A Leitung (1/4) | Spannung hoch |
| 44 | Lambdasonde | Abgas mager |
| 45 | Lambdasonde | Abgas fett |
| 49 | Batterie | Spannung hoch |
| 51 | Programmspeicher | Programmspeicher defekt |
| 63 | Zündsignal B Leitung (2/3) | Spannung niedrig |
| 64 | Zündsignal A Leitung (1/4) | Spannung niedrig |
| 69 | Temperaturfühler, Ansaugluft | Spannung niedrig |
| 71 | Temperaturfühler, Ansaugluft | Spannung hoch |
| 81 | Einspritzventile | Spannung hoch |
| 93 | 4-FACH Treiber Modul | Stellgliedtest 4-fach Treiber durchführen |
Hinweis:
Die Begriffe Informationsgeber und Fehlerursache in der Fehlercodetabelle geben nur einen Hinweis auf die Fehlerursache, d.h. bei einem angezeigten Fehlercode muß nicht zwingend das in der Fehlercodetabelle angegebene Bauteil defekt sein. Es müssen auch Anschlußleitungen, Steckverbindungen und Spannungsversorgung in die Fehlersuche einbezogen werden.
Blinkcodeausgabe für Fehlercodes ohne TECH 1
Es ist auch möglich, Fehlercodes mit Hilfe des Diagnoseschalters KM-640 aus dem Datenstrom des Steuergerätes herauszulesen.
Hierzu wird der Diagnoseschalter in Stellung "B" gedreht und auf den Diagnosestecker aufgesteckt.
| Nach Einschalten der Zündung werden die Fehlercodes von der Motorkontrolleuchte ausgeblinkt. | Fehler! Datei kann nicht geöffnet werden! | ||
|---|---|---|---|
| .P. D1460.tif | 9 | 7,5 | tiff;; |
Motorkontrolleuchte
Wird der TECH 1 an den Diagnose-Stecker angeschlossen, so wird durch die aktivierte Motor-
kontrolleuchte angezeigt, daß sich das System im Diagnosemodus befindet. Wird hingegen der Diagnoseschalter KM-640 verwendet, so ist die Motorkontrolleuchte für die Blinkcodeausgabe maßgebend.
Ist im Fahrbetrieb die Motorkontrolleuchte aktiviert, so wurde ein Fehler erkannt und abgespeichert. Die Notlaufeigenschaften des Systems garantieren bei vorsichtiger Fahrweise das Erreichen der nächsten Servicewerkstatt.
Diagnose mit TECH 1
Ist die Kommunikation zwischen dem Multec Steuergerät und dem TECH 1 über den Diagnose-Stecker hergestellt, so sind eine Reihe von Diagnose- und Fehlersuchmöglichkeiten durch Fehlercode-Auslesen und Datenlistenparameter-Vergleich gegeben.Darüber hinaus können noch verschiedene Systemkomponenten mit dem Stellgliedtest aktiviert und auf ihre ordnungsgemäße Funktion überprüft werden:
· 4-FACH Treiber Test
· DIS
· Einspritzventile
· Leerlaufschrittmotor
· Klimaanlagenrelais
· Kraftstoffpumpenrelais
| Systemkomponente | Durchführung und Testbedingung |
|---|---|
| 4-fach Treiber | Die zwei Ausgänge werden separat geprüft. |
| DIS-Modul | EST A und EST B werden getrennt geprüft. Die Prüfkerze |
| wird mit 2 Hz für ca. 30 s angesteuert. | |
| Einspritzventile | Die Einspritzdüsen werden zehnmal je 1,5 ms angesteuert. |
| Leerlaufschrittmotor | Der Leerlaufschrittmotor ist aktiviert und fährt den |
| Ventilkegel um jeweils 160 Schritte ein und aus. | |
| Klimaanlagenrelais | Das Klimaanlagenrelais wird mit 1 Hz für ca. 30 s über den |
| TECH 1 vom Steuergerät ein- und ausgeschaltet | |
| Kraftstoffpumpenrelais | Das Kraftstoffpumpenrelais wird über den TECH 1 vom |
| Steuergerät im Sekundentakt ein- und ausgeschaltet. |
Schnappschuß
Um bei einem zeitweise auftretenden Fehler die Möglichkeit zu haben, die Ursache zu finden, stellt der TECH 1 den Schnappschuß-Modus zur Verfügung.
Zur einfacheren Schnappschußauswertung, können die ermittelten Werte in die auf der nächsten Seite gezeigten Tabelle eingetragen werden.
Folgende Vorgehensweise ist dabei einzuhalten:
· Die Einstellungen (Setup) des TECH 1 für die Schnappschußaufnahme müssen getroffen werden.
· Das Fahrzeug wird im Leerlauf oder bei einer Probefahrt geprüft.
· Starten der Datenspeicherung, entweder automatisch durch einen auftretenden Fehlercode oder manuell durch Drücken der Taste "F9" beim Eintreten eines Fehlerereignisses.
· Das Ende der Schnappschußaufzeichnung muß abgewartet werden.
· Anschließend wird die "0-Position" oder der Eintrittszeitpunkt des Fehlerereignisses gesucht.
· Um den gewählten Zeitpunkt herum werden die Werte in die Tabelle eingetragen.
· In dieser Übersichtlichen Form können die Werte anschaulich interpretiert werden.
Der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung wird klar gezeigt.
Schnappschußtafel
| Nr. | Datenlistenparameter | SCHNAPPSCHUSSDATEN | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| - | -8 | -7 | -6 | -5 | -4 | -3 | -2 | -1 | 0 | +1 | +2 | +3 | - | ||
| 01 | BATT. SPANNUNG | ||||||||||||||
| 02 | ROZ-KODIERUNG | ||||||||||||||
| 03 | KÜHLMITTEL TEM | ||||||||||||||
| 04 | ANSAUGLUFTTEMP | ||||||||||||||
| 05 | SGR.-DRUCKSENSOR | ||||||||||||||
| 06 | DK-POTI SIGNAL | ||||||||||||||
| 07 | REIZLEITUNG | ||||||||||||||
| 08 | KRAFTST.PUMP.REL | ||||||||||||||
| 09 | S. PARK/NEUTRAL | ||||||||||||||
| 10 | DREHMOM.-KONTR | ||||||||||||||
| 11 | WEGSENSOR-IMPULS | ||||||||||||||
| 12 | FAHRZEUG-GESCHW. | ||||||||||||||
| 13 | SOLL LL-DREHZAHL | ||||||||||||||
| 14 | MOTORDREHZAHL | ||||||||||||||
| 15 | LFR-POSITION | ||||||||||||||
| 16 | ZÜNDWINKEL v. OT | ||||||||||||||
| 17 | O2 SENSOR KREIS | ||||||||||||||
| 18 | O2 (LAMBDA)SONDE | ||||||||||||||
| 19 | O2 INTEGRATOR | ||||||||||||||
| 20 | O2 KENNFELD | ||||||||||||||
| 21 | O2 KENNFELD NR. | ||||||||||||||
| 22 | O2 KENNFELD | ||||||||||||||
| 23 | LUFT/KRAFT.-VERH | ||||||||||||||
| 24 | EINSPRITZIMPULS | ||||||||||||||
| 25 | START ABMAGERUNG | ||||||||||||||
| 26 | SCHUBABSCHALTUNG | ||||||||||||||
| 27 | VOLLASTANREICH | ||||||||||||||
| 28 | LEERLAUFREGELUNG | ||||||||||||||
| 29 | S. KLIMA. INFO | ||||||||||||||
| 30 | KLIMA. LASTSIGNAL | ||||||||||||||
| 31 | KLIMA RELAIS | ||||||||||||||
| 32 | KLIMA ABSCHALT | ||||||||||||||
| 33 | CO KRAFTST.-KORR |
4-FACH Treiber Test
Da aus Speicherplatzgründen nur begrenzte Informationen im Schnappschußblock zur Verfügung stehen, kann zwar ein Fehler isoliert dargestellt werden, mehrere Fehler in den zwei Ausgängen des 4-FACH Treibers (Vierfach-Ausgangsverstärker) aber werden immer als Fehlercode 93 angezeigt. In solchen Fällen muß der Mechaniker alle Ausgänge einzeln prüfen, um so die fehlerhaften Kreise zu identifizieren.
Beim C 14 SE können bei Fehlercode 93 "4-FACH Treiber" zwei Schaltkreise/Bauteile defekt sein:
1. Motorkontrolleuchte
2. Klimaanlagenrelais
4-FACH Treiber Fehler:
1. Motorkontrolleuchte, Masseschluß oder Leitung unterbrochen
1. Motorkontrolleuchte, Kurzschluß zur Batteriespannung
2. Klimaanlagenrelais, Masseschluß oder Leitung unterbrochen
2. Klimaanlagenrelais, Kurzschluß zur Batteriespannung
Zur weiteren Fehlersuche kann ein TECH 1-Stellgliedtest "4-FACH Treiber Modul" anwählt werden. Nach Beendigung dieses Tests zeigt der TECH 1 die erkannten Fehler an.
Achtung:
Diese Fehlercodes erscheinen nicht im TECH 1 Modus F2!