DIS-Direct Ignition System
Systembeschreibung
Beim C 14 SE-Motor wird der konventionelle Verteiler durch das DIS ersetzt. Das DIS-Modul beinhaltet zwei Doppelzündspulen. Jede Spule besitzt zwei Ausgänge, versorgt also zwei Zündkerzen mit Hochspannung. Vom Motorsteuergerät erhält das DIS-Modul zwei sequentielle,elektronische Zündsignale (EST). Signal EST A enthält die Zündinformation für Spule 1 und Signal EST B für Spule 2, die als Kennfelder im EEPROM des Steuergerätes gespeichert sind. Die Zündsignale haben eine Phasenverschiebung von 180°.
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Blockschaltbild
Das DIS-Modul beinhaltet zwei Zündspannungsverstärker, die jeweils eine Spule mit Primärstrom versorgen. Als Überlastschutz dient ein Strombegrenzungsschaltkreis.
D 8150 zeigt das Blockdiagramm.
Das Steuergerät leitet die Zündung über zwei Signalausgänge ein. Jede Leitung (EST A und EST B) versorgt dabei eine Spule. EST A zündet Zylinder 1 und 4, EST B Zylinder 2 und 3. Wenn das Zündsignal EST A ansteuert (Klemme C-1/4 wird nach Masse getaktet), induziert Spule 1 der Lenz'schen Regel gemäß einen Hochspannungsimpuls. Jede Spule zündet gleichzeitig einen Zylinder mit zündfähigem und einen mit verbranntem Gemisch.
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1 Steuergerät 5 Spule 2/3
2 Strombegrenzung 6 EST A
3 "Darlington" Schaltung 1) 7 EST B
4 Spule 1/4 8 Kurbelwellengeber
1) Eine Darlingtonschaltung ist eine spezielle Kaskadenschaltung von Transistoren zur Verstärkung der Ausgangsleistung
DIS-Modul
Dieses Modul ist Teil eines verteilerlosen Zündsystems, daß zusammen mit zwei
Doppelzündspulen das DIS bildet.
Das DIS-Modul erhält zwei sequentielle, elektronische Zündsignale (EST).
Signal EST A enthält die Zündinformation für Spule 1 und Signal EST B für Spule 2.
Diese Information ist im Zündkennfeld des Steuergerätes gespeichert.
Es bildet somit die Steuereinheit des DIS.
Montage
Das DIS-Modul wird als Einheit montiert. Herkömmliche Hochspannungskabel werden benutzt. Die drei Befestigungsschrauben des DIS-Modul werden mit einem Drehmoment von 8 Nm angezogen.
Spulenparameter
| Primärwiderstand: | 0,56 W+/- 0,05 W |
|---|---|
| Drehzahlbereich: | 30 bis 8000 U/min |
| Sekundärwiderstand: | 6 kW+/- 0,05 kW |
Elektronische Zündsignale
Der EST-Eingang erhält ein Spannungssignal vom Steuergerät.
EST-Signal
Die beiden Doppelzündspulen werden vom Doppel-Zündspulen-Treibermodul mit der notwendigen Zündenergie versorgt. Dieser Primärstrom baut in der Primärwicklung ein Magnetfeld auf. Wenn das Steuergerät den Zeitpunkt mit Hilfe des Zündkennfeldes ermittelt hat, zu dem die Zündung erfolgen muß, schaltet es den Primärstrom (EST Signal) ab (Schließwinkelalgorithmus). Das Magnetfeld, das sowohl Prim„r- als auch Sekundärwicklung durchflossen hat, bricht zusammen.
Die entstandene Hochspannung wird über die beiden Hochspannungskabel des DIS-Moduls und den Zündkerzenelektroden zur Motormasse abgefährt.
Bis MJ' 92 war der EST-Schaltpegel 0 V, bzw. 12 V. Das änderte sich ab MJ '93. Die Transistor-
Transistor-Logik (TTL) liefert nun die typischen Spannungswerte 0 V, bzw. 5 V.
Der Schließwinkelalgorithmus der Kontrolleinheit hat zwei verschiedene Modi:
Startmodus und Laufmodus
Im Startmodus ist die Schließzeit (EST-ein) abhängig von einem festgelegten Winkel in °KW und der Batteriespannung. Im Laufmodus basiert diese Schließzeit auf einer im Schließwinkelkennfeld gespeicherten Abhängigkeit von Motordrehzahl und Batteriespannung.
Der Übergang vom Startmodus zum Laufmodus erfolgt bei ca. 400 U/min.
Schließzeit im Startmodus
| Batteriespannung | Beginn des Magnetfeldaufbaues |
|---|---|
| größer als 12 V | 18 bis 24 °KW vor dem Zündzeitpunkt |
| kleiner als 10 V | 36 bis 42 °KW vor dem Zündzeitpunkt |
Primärstrom als Funktion der Batteriespannung im Laufmodus
Ist die Batteriespannung größer als 9 V, sinkt der Primärstrom nicht unter 6,5 A. Das ändert sich erst, wenn die Motordrehzahl größer ls 3000 min-1 wird. In diesem Fall reicht die Einschaltdauer des EST-Signals nicht aus, um diesen Wert zu erreichen.
Spannungsbegrenzung
Der Arbeitsbereich des DIS liegt in den Grenzen von 6 V bis 16 V. Jedoch bleiben Überspannungen bis zu 24 V oder eine Verpolung der Versorgungsspannungs- und Masseleitung ohne Schaden, solange sie nicht länger als 60 s anstehen.
Diagnose
Ab MJ '93 ist das Motorsteuergerät im gesamten Drehzahlbereich in der Lage Masseschluß und Kurzschluß gegen Batteriespannung der EST Leitungen zu erkennen. Sobald ein Fehler erkannt wird, aktiviert
das Motorsteuergerät die Kontrolleuchte.
Ab MJ '93 ist ein Zündungs-Stellgliedtest für die Leitungen EST B und A möglich.