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Steuergeräte-Software Opel Tigra A

Einspritzsysteme ~385 words

Steuergeräte-Software

Die Aufgabe des Steuergerätes ist es, bei erkanntem Klopfereignis den Zündwinkel in Richtung spät zu verstellen, um ein weiteres Klopfen zu vermeiden. Das vom Klopfmodul abgegebene Signal wird von der Steuergeräte-Software gefiltert, bevor ein Klopfereignis erkannt wird.

Das Filtern des Signals erfolgt

· durch ein Zeitfenster, das nur für die Zeit geöffnet ist, in dem Zündungsklopfen auftreten kann (Pulse, die außerhalb dieser Zeit auftauchen, werden nicht weiterverarbeitet)

· durch ein Signalfilter. Hier werden alle Pulse eliminiert, deren Signalbreite unterhalb eines drehzahl-und lastabhängigen Minimalwertes liegen. Durch Signalfenster und -filter wird eine Erhöhung der Klopferkennungssicherheit erzielt.

Hat ein Impuls diese Stufen passiert, nimmt das Steuergerät eine Zylinderzuweisung vor. Das heißt, der Klopfpuls wird dem zuletzt gezündeten Zylinder zugeschrieben. Für diese Art der Zuweisung wird ein Nockenwellensensor benutzt.

Beim nächsten Arbeitstakt dieses Zylinders wird dessen Zündwinkel in Richtung spät verstellt.

Der Betrag der Verstellung ist drehzahlabhängig. Die Zündwinkel der restlichen Zylinder bleiben von dieser Maßnahme unberührt. Deshalb spricht man auch von einer selektiven Klopfregelung.

Die Zündwinkelverstellung in Richtung spät wiederholt sich bei jeder als klopfend erkannten Verbrennung. Tritt kein Klopfen mehr auf, wird die Zündung wieder in drehzahlabhängigen Zeitabständen in Schritten von 0,3 °KW in Richtung "früh" verstellt. Das wiederholt sich so lange, bis der Vorsteuerwert wieder erreicht ist oder erneut eine klopfende Verbrennung registriert wird. Dieser Vorgang wird schnelle oder motorsynchrone Zündwinkelkorrektur genannt.

Eine zylinderselektive Angleichung der Spätverstellwerte erfolgt in einer Zeitschleife von einer halben Sekunde (vorausgesetzt daß eine kalibrierte Drehzahlgrenze überschritten ist). Ist zu diesem Zeitpunkt die Spätverstellung der schnellen Korrektur größer als ein Grenzwert, wird ein Teil dieser Korrektur als Adaptionswert (Anpassung) übernommen. Die Adaptionswerte werden in 15 (pro Zylinder) drehzahl- und lastabhängigen Lernzellen gespeichert. Dieses Vorgehen mit langsamer und schneller Anpassung ist vergleichbar mit der Wirkungsweise von Integrator und Blocklearn-Memory.

Fällt die schnelle Verstellung unter den Schwellwert, erfolgt keine weitere Adaption. Danach verringert sich der adaptierte Wert um 0,3 °KW in programmierbaren Zeitabständen von mindestens 0,5 s. Eine Adaption bzw. eine Aufregelung erfolgt nur in der für diesen Motorbetriebszustand zugewiesenen Lernzelle.

Im Programm befinden sich außerdem drei Kennlinienfelder für 91, 95 und 98 ROZ. Ausgehend vom Kennlinienfeld für 98 ROZ kann eine Umschaltung auf das nächst niedrigere Oktan-Feld erfolgen, wenn die adaptiven Zündrücknahmen der Klopfregelung entsprechend groß sind.

Wird das nächst niedrigere Kennlinienfeld gewählt, werden gleichzeitig die bisherigen Anpassungswerte auf Null gesetzt.