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Ölverbrauch messen Opel Omega B

Allgemeines ~449 words

Allgemeines

Unter dem Ölverbrauch eines Verbrennungsmotors ist diejenige Ölmenge zu verstehen, die als Folge des Verbrennungsvorganges verbraucht wird. Auf keinen Fall ist Ölverbrauch mit Ölverlust gleichzusetzen, wie er durch Undichtheiten an Ölwanne, Zylinderkopfhaube usw. auftritt.

Aufgabe des Motoröles ist es:

  1. 1. aufeinander gleitende Flächen durch einen Ölfilm voneinander zu trennen, d.h. trockene Reibung zu verhindern;
  2. 2. die bei Reibung entstehende Wärme abzuführen;
  3. 3. Verbrennungsrückstände abzuführen.

Diese Aufgaben bedingen einen gewissen Ölverbrauch, d.h. die im Zuge der Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors vielfach gestellte Erwartung, ein Motor verbrauche kein Öl, ist absolut irrig. Gewissen Einfluß auf den Ölverbrauch haben jedoch die äußeren Betriebsverhältnisse, die Fahrweise sowie die Fertigungstoleranzen. Es ist darauf zu achten, daß die Markierung "MIN" am Ölmeßstab nicht unterschritten bzw. die Markierung "MAX" am Ölmeßstab nicht überschritten wird.

Da Ölverbrauch technisch bedingt ist, läßt die Feststellung, daß ein Motor keinerlei Öl verbraucht, auf durch besondere Betriebsverhältnisse bedingte Ölverdünnung schließen. Häufiger Kaltstart, unterkühltes Fahren usw. haben zur Folge, daß das zur Ölwanne zurückströmende Öl schwersiedende Kraftstoffteile und Kondensate mit sich führt, welche das Öl "verdünnen" und zu der irrigen Annahme führen, als verbrauche der Motor keinerlei Öl.

Solchermaßen verdünntes Öl verliert an Schmierfähigkeit und kann bei Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Ölwechselintervalle zu Motorschäden führen. Überwiegender Stadtverkehr und häufiges untertouriges Fahren bei kaltem Motor sind als Hauptursachen der Ölverdünnung anzuführen.

Da sich der Ölverbrauch erst nach einigen tausend Kilometer Fahrleistung stabilisiert, bringen Ölverbrauchsmessungen erst ab ca. 7 500 km Laufstrecke reelle Ergebnisse. Vor einer Verbrauchsmessung ist sicherzustellen, daß der Motor nicht durch Undichtheiten Öl verliert.

Hinweis. Der Ölmeßstab besitzt lediglich eine Kontrollfunktion und kann nicht zur Messung herangezogen werden. Grundsätzlich muß der Motor mind. 2 Minuten abgestellt sein, bevor man eine Ölstandskontrolle durchführen kann. Sollte nach einem Motorölwechsel die maximale Motorölfüllung mit dem Maximalstand des Ölmeßstabes nicht übereinstimmen, so ist dies in den notwendigen Fertigungstoleranzen begründet.

Alle Angaben über den zulässigen Motorölverbrauch und die Füllmengen sind der Betriebsanleitung zu entnehmen.

Meßmethode

  1. 1. Die Prüfung erfolgt bei waagerecht stehendem Fahrzeug mit betriebswarmem Motor (Motoröltemperatur mind. 80 °C).
  2. 2. Sofort nach Abstellen des Motors Motoröl ablassen – Ablaßzeit ca. 30 Minuten (dieser Wert wurde versuchstechnisch ermittelt).
  3. 3. Die abgelassene Motorölmenge wird in einem Meßbehälter 1) bestimmt und mit Frischöl auf die maximale Motorölfüllmenge, abzüglich des Volumens für den nicht gewechselten Motorölfilter, ergänzt.
  4. 4. Mit dieser Motorölmenge sollte der Kunde mindestens 1000 km zurücklegen, selbstverständlich ohne Motoröl nachzufüllen (Streckenprofil und Kundenfahrweise sollten beibehalten werden).
  5. 5. Danach wird die vorangestellte Prozedur (Punkt 1 und 2) mit exakt der gleichen Motorölablaßzeit wiederholt.
  6. 6. Die jetzt in dem Meßbehälter "fehlende" Motorölmenge ist gleichbedeutend dem Motorölverbrauch in Bezug auf die Laufstrecke.
  7. 7. Der Ölverbrauch errechnet sich somit folgendermaßen:
eingefüllte Ölmenge (I) – abgelassene Ölmenge (I)x 1000 = Ölverbrauch (I/1000 km)
tatsächlich gefahrene Strecke (km)

1

) Meßbehälter mit mind. 6 Liter Fassungsvermögen und Skalierung.