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PDA-System Opel Astra G

Einspritzsysteme 2 illustrations ~444 words

Im Z 16 XEP-Motor kommt erstmalig bei den Opel Benzinmotoren ein PDA-System zum Einsatz. Das Kürzel PDA steht hierbei für Port-Deaktivation übersetzt Kanalabschaltung.

Vorteile durch den Einsatz des PDA-Systems

  • Erhöhung der AGR-Rate
  • Ausdehnung des AGR-verträglichen Drehzahlbereiches
  • Beschleunigung des Brennverlaufs im AGR-freien Niederlastbereich
  • Verbesserung der Laufruhe im Teillastbereich durch hohe Ladungsbewegung
  • Reduzierung des Kraftstoffverbrauches

Wirkungsweise des PDA-Systems

  • Das Verschließen je eines der beiden Einlasskanäle pro Zylinder führt zu einer Erhöhung der Ladungsbewegung und somit zu einer schnellen und stabilen Entflammung, und setzt so die Voraussetzung für eine hohe AGR-Rate.
  • Durch Einsatz der Abgasrückführung wird dann die hohe Brenngeschwindigkeit wieder soweit reduziert, dass sich hinsichtlich des Verbrennungsgeräusches, der Abgasrohemissionen, der Klopfgrenze und der Ladungswechselverluste ein optimaler Kompromiss einstellt.
  • Als Resultat ergeben sich daraus eine Verringerung der Abgasrohemissionen und eine deutliche Kraftstoffersparnis.
  1. 1. Unterdruckdose
  2. 2. Einspritzventil
  3. 3. Schaltklappe
  4. 4. Einlassventile

Funktion des PDA-Systems

  • Die jeweils im sogenannten Füllkanal positionierten Schaltklappen werden durch eine gemeinsame Betätigungsstange über eine Unterdruckdose geöffnet oder geschlossen.Hierzu verfügt das Saugrohr über ein integriertes Reservoir, das auch bei geringem Saugrohrvakuum einige Schaltvorgänge zulässt.
  • Nach einem Motorstart ist in der Regel innerhalb weniger Sekunden ein ausreichender Unterdruck vorhanden um das Stellventil über das Motorsteuergerät anzusteuern. Im nicht angesteuerten Zustand öffnet das Ventil durch Federkraft, die Unterdruckdose wird belüftet und die Klappen werden durch Rückstellfedern in der Unterdruckdose und im Positionssensor geöffnet.
  • Funktionen der Motorsteuerung, die von der Klappenposition abhängig sind, wie AGR-Rate und Zündung werden mittels des Positionssensors in Abhängigkeit von der tatsächlichen Stellung der Schaltklappen gesteuert.
  • Die Einspritzung des Kraftstoffes erfolgt über neue 2-strahlige Einspritzventile, wobei je ein Strahl den Füll- und den Drallkanal versorgt.
  • Um eine Ausspülung der abgeschalteten Kanäle sicherzustellen weisen die Schaltklappen eine geringe definierte Leckage auf – die Füllkanäle werden also nie vollständig verschlossen.
  • Ein Schließen der Schaltklappen wird immer dann vom Motorsteuergerät angefordert, wenn daraus Vorteile bezüglich des Kraftstoffverbrauches und der Laufruhe resultieren, was in der Regel im Leerlauf und im Teillastbereich bis etwa halber Last und einer Drehzahl von ca. 3000 min-1 der Fall ist. Als Folge daraus strömt das angesaugte Gemisch vorwiegend nur noch durch den auf Drall ausgelegten Kanal.
  • Bei geöffneter Schaltklappe, also während Volllast und hohen Drehzahlen, strömt das Gemisch auch durch den zweiten, auf optimale Füllung ausgelegten Kanal.
  1. 1. Unterdruckdose
  2. 2. Betätigungsstange
  3. 3. Positionssensor
  4. 4. Schaltklappen

Diagnose des PDA-Systems

  • Durch die Ermittlung der tatsächlichen Klappenposition über den Positionssensor kann das Fahrzeug auch bei evtl. Fehlfunktionen im Schaltklappenbereich ohne nennenswerte Einschränkungen betrieben werden.
  • Mögliche Kundenreklamationen wären daher bei offenen Klappen unruhiger Lauf im Leerlauf und bei Teillast bzw. bei geschlossenen Klappen Leistungsmangel bei hoher Drehzahl.
  • Schaltklappenfehler werden mittels des Positionssensors vom Motorsteuergerät erfasst und im Fehlerspeicher abgelegt.
  • Diese sind dann mit TECH 2 auslesbar.